Nach swö kollektivvertrag verwendungsgruppe 7

Mit Blick auf die ÖVP-FPÖ-Regierung sind die Führungskräfte und Mitarbeiter zahlreicher Sozialwirtschaftsorganisationen und NGOs in Österreich seit Dezember 2017 mit veränderten sozialpolitischen Zielen und Maßnahmen konfrontiert, die sich auf verschiedene Zielgruppen oder Empfänger sozialer Dienstleistungen auswirken. Ein Diskussionspunkt ist eine bundesweite Regelung des bisher länderspezifischen bedarfsorientierten Mindesteinkommensschutzes (BMS) – mit dem Ziel, vor allem für Asylsuchende Einsparungen zu erzielen. Haushaltskürzungen im Bereich der öffentlichen Arbeitsverwaltung erfordern eine Reduzierung des bisherigen Kursangebots (insbesondere für Zuwanderer). Auch frauenspezifische Einrichtungen (z. B. für Gewaltbetroffene) sehen sich neuen finanziellen Unsicherheiten gegenüber. Darüber hinaus gibt es eine Tendenz zu erhöhter Punitivität gegenüber dem Publikum im öffentlichen Raum – z.B. Obdachlose oder Bettelpersonen – beobachtbar: Bezeugen Sie das Alkoholverbot der Stadt Wien am Praterstern (2018), Bettelverbote in verschiedenen Landeshauptstädten. All diese Entwicklungen haben konkrete Auswirkungen auf die Sozialarbeit dieser Zielgruppen. Ungeachtet der Reformen der Tarifverträge im öffentlichen Sektor betrachten einige ihre Bereitstellung nach wie vor als leistungsfeindlich und effizient. In der Sozialarbeit gibt es fünf große Anbieter, die als führende Organisationen genannt werden, die entweder einer politischen Partei oder einer Kirche nahestehen: Caritas, Diakonie, Volkshilfe, Hilfswerk und Rotes Kreuz. Diese Organisationen bestehen häufig aus mehreren Unterorganisationen und Dachorganisationen in ihrer strukturalen Einrichtung, und sie bieten in der Regel eine Vielzahl von Dienstleistungen in verschiedenen Teilbereichen an. Außerdem gibt es mittelständische Anbieter auf dem Markt, die sich zunehmend auf einen Servicebereich spezialisieren (siehe Dimmel & Schmid 2013).

Schließlich gibt es in Segmenten der Sozialwirtschaft eine Vielzahl kleinerer Anbieter, die sich jedoch je nach Dienstleistungssektor variieren. Auch in Österreich boomt der öffentliche Diskurs über soziales Unternehmertum seit etwa 10 bis 15 Jahren. In den letzten Jahren wurde soziales Unternehmertum bewusst über verschiedene Institutionen und Werbekanäle gefördert. Solche Zuschüsse sind Mittel des AWS (Österreich-Wirtschaftsdienst der Bundeshandelskammer) oder Mikrokredite des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz. Das Universitätsgründerforum INiTS (Innovation into Business) unterstützt Start-up-Unternehmen als Inkubator durch Beratungsleistungen und Start-up-Kapital.

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